Strahlende Feder
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Als du sie aufhebst, spürst du ein Echo einer alten Erinnerung ... "'Lebt ehrenhaft, Dämonenherrscher! Ich gewähre Euch heute eine zweite Chance.' Der tödliche Zauber, der sich aus der Hand des Engels zu lösen drohte, löst sich auf. Ich seufze unwillkürlich vor Erleichterung und verfluche mich selbst für diese zur Schau gestellte Schwäche. Besiegt. Erniedrigt. Sie steht vor mir und strahlt blendendes Licht aus. Meine Augen füllen sich mit Tränen, aber ich kann nicht wegsehen. Ihre schneeweißen Flügel, der lange Hals, die Linien ihrer Schultern und Hüften. Sie ist schön, schöner als alle Schätze im Abyss! In ihrem Gesicht liegt keine Wut, kein Hass, keine Überheblichkeit. Sie fixiert mich, als dringe sie tief in meine Seele ein. Ich fühle mich nackt vor ihr. 'Lebt wohl, Nahyndri.' Sie verschwindet in einem Lichtblitz. Ich strecke meine Hand aus, um nach ihr zu greifen, sie zu halten, zu verhindern, dass sie mich verlässt. Dennoch ist sie fort. Ich bleibe alleine zurück, und nur eine weiße Feder, durch meine verzweifelte Hand ihrem Flügel entrissen, ist Beweis ihrer Existenz. Besiegt. Erniedrigt. Aber ungebrochen. Ich umklammere die Feder fest in meiner Faust."