"Studien zu niederen und vergessenen Dämonen"

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Die vergilbten Seiten dieses dicken Buchs sind voller handgeschriebener Notizen. Eine vergoldete Kordel markiert den folgenden Abschnitt: "Die Geschichte des Sithhud, der einst über die eisigen abyssische Einöde Jhuvumirak herrschte, ist äußerst merkwürdig. Es geschieht häufig, dass Dämonenherrscher ihre Reiche so wählen oder umgestalten, dass sie zu ihrem Aussehen und ihren Vorlieben passen, und genau das tat auch Sithhud, der Eisige Fürst der Untoten. Man kann sich ausmalen, wie sein Reich aussah: Endlose schneebedeckte Ebenen, scharfe, schroffe Eiskanten, gefrorene Gebeine der Toten zu großen Haufen aufgeschichtet und beißende Winde, die den Lebenden das Fleisch von den Knochen rissen ... Er hielt Jhuvumirak fest in seiner dreifingrigen Klaue gefangen, bis ein anderer Dämon, Kostschitschie, mit Neid auf sein Reich zu blicken begann. Dämonen sind von Natur aus egozentrisch und streitsüchtig und erlangen ihre übernatürliche Stärke, indem sie einander verschlingen. Wer genug seiner Verwandten vertilgt hat, der kann zu einem werdenden Dämonenherrscher aufsteigen. Diese Kreaturen können jeden souveränen Meister des Abyss herausfordern, haben selbst jedoch noch keinen Titel erlangt. Kostschitschie war ein solch aufstrebender Dämon, als er Sithhud herausforderte und trotz des beträchtlichen Machtunterschieds überwältigte. Wir können nur mutmaßen, dass es einen anderen Faktor gab, der die Waagschale zugunsten des jüngeren Dämons beeinflusst hat. Die Details dieses Kampfs liegen aber im Dunkeln. Vielleicht hatte Kostschitschie eine Geheimwaffe, oder vielleicht war Sithhud aus irgendeinem Grund verletzlich und konnte sich nicht zur Wehr setzen? Wir können nur hoffen, dass zukünftige Generationen von Dämonologen dieses Mysterium ergründen werden. Kostschitschie jedenfalls übernahm Sithhuds Schloss und herrscht bis zum heutigen Tag über Jhuvumirak. Und Sithhud selbst? Lange Zeit galt er als tot. Man glaubte, dass seine Seele ewiglich in der Spalt der Rast schlummerte, einem entlegenen und verborgenen Winkel des Abyss, in den sich besiegte Dämonenherrscher nach dem Ableben ihres Körpers zurückziehen. Jüngere Erkenntnisse aber weisen darauf hin, dass Sithhud nur seinen Rang verloren hat, nicht jedoch sein Leben. Das ist der einzige bekannte Gefall einer so genannten 'Degradierung' eines vollwertigen Dämonenherrschers in den niederen Rang eines werdenden. Er versteckt sich ohne jeden Zweifel weiterhin irgendwo in den Bergen von Jhuvumirak vor dem Todlosen Frost und sammelt langsam seine Kräfte und seine Ressourcen, um Rache zu nehmen."

"Studien zu niederen und vergessenen Dämonen" — Gegenstände — Pathfinder: WotR Database