"Chroniken der Kreuzzüge"
Note · 55 GM · Gewicht 2
"Im Jahre 4606 wurden die Weiten Sarkoris' von dem eitrigen, gigantischen Abszess verdorben, den man die Weltenwunde nennt – einem Riss zwischen Golarion und dem Abyss, durch den Abertausende Dämonen auf die materielle Ebene strömten. In den langen Jahren, die darauf folgten, flohen oder fielen die zahlenmäßig unterlegenen Kelliden von Sarkoris im Kampf um ihre Heimat. Im Jahre 4622 rief die Kirche von Iomedae den Ersten Kreuzzug aus – einen gesegneten Krieg gegen die Dämonen, die Sarkoris zerstört hatten und nun auch benachbarte Länder bedrohten. Tapfere Krieger, angeführt von Königin Galfrey höchstselbst, drängten die Diener des Abyss von ihren Grenzen zurück und kamen siegreich wieder nach Hause. Der Erste Kreuzzug endete im Jahre 4630. Während dieser Zeit wurden im ehemaligen Sarkoris zahllose Festungen und Garnisonen erbaut – jene Außenposten, deren Aufgabe es ist, über die Grenzen von Mendev zu wachen. Acht Jahre später, im Jahr 4638, wuchs die Weltenwunde plötzlich auf das Vierfache ihrer ursprünglichen Größe an und spie neue Monsterhorden aus. Der schlimmste Schlag, den die Kreuzfahrer erlitten, war der Verlust Drezens – einer Festungsstadt, die als Stützpunkt für etliche Militäroperationen gedient hatte. Und so wurde der Zweite Kreuzzug ausgerufen, der unzählige Leben forderte, jedoch nie zu einem endgültigen Sieg führte. Die Dämoneninvasion konnte erst durch die Erschaffung der Schutzsteine aufgehalten werden, die, erfüllt mit der Magie der strahlenden Iomedae, einen undurchdringlichen Wall bildeten, der jedes weitere Vorrücken der Invasoren verhinderte. Im Jahre 4645 ging der Zweite Kreuzzug nach einem ebenso beschwerlichen wie freudlosen siebenjährigen Krieg zu Ende. Der Dritte Kreuzzug wurde im Jahre 4665 ausgerufen, doch diesmal führten die Kreuzfahrer auch einen Krieg in ihren eigenen Reihen. Im Laufe der Jahre hatten zahlreiche, dem Abyss dienende Kultisten und Spione einen Weg gefunden, die mendevischen Verteidigungen zu umgehen. Der Dritte Kreuzzug gipfelte in einer Inquisition, die Ketzerei und Dämonenanbetung gnadenlos mit Feuer und Schwert verfolgte. Im Jahre 4668 wurde der Kreuzzug schließlich für beendet erklärt, nachdem die im Zuge der Verhöre begangenen Gräueltaten zu immer mehr Unmut in der Bevölkerung und zunehmenden Unruhen geführt hatten. Der Vierte Kreuzzug wurde im Jahre 4692 durch Dämonen veranlasst, denen es gelungen war, die Barriere der Schutzsteine zu durchbrechen. Mit rechtschaffenem Zorn kämpften die Streiter Mendevs fünfzehn lange Jahre hinweg gegen die Dämonen, um die alte Bedrohung endgültig zu beseitigen. Als der Vierte Kreuzzug im Jahre 4707 aufgrund mangelnder Vorräte und Soldaten sein Ende fand, war der Sieg jedoch noch immer in ebenso weiter Ferne wie nach jedem Einzelnen der vorangegangen Kreuzzüge."