"Eine Chronik des Scheiterns", Anonymus, 4640

Note · 55 GM · Gewicht 2

Auf dem Einband des Buchs findet sich folgende, in großen Lettern verfasste, Notiz: "Dieses Buch ist innerhalb der Grenzen von Mendev verboten." "Aus dem Besitz eines edlen mendevischen Kriegers und Veterans zweier Kreuzzüge, der schwer verwundet wurde und derzeit in einem Krankenhaus in Andoran behandelt wird. Der Erste Kreuzzug, der die Länder von Sarkoris von der Geißel der Dämonen befreien sollte, wurde im Jahr 4622 ausgerufen. Der Verlust von Aroden war noch immer eine offene Wunde in den Herzen der Gläubigen, und jene, die dem Ruf der Kirche von Iomedae folgten, stellten ihren Schmerz und Zorn in den Dienst einer neuen Sache – der Verteidigung von Mendev und der Befreiung der kellidischen Gebiete von den Heerscharen des Abyss, die sich zu jener Zeit an den Ruinen von Sarkoris weideten. Viele folgten dem Ruf der Gefolgsleute der Erbin und kämpften unter den Bannern der Kreuzfahrer. Glanzvolle Krieger wagten sich in die von der Dämonenbrut besetzten Länder und brachten diesen reinigendes Feuer und Hoffnung. Bald wurden die dreckigen Horden aus den westlichen Gebieten von Mendev in die sarkorianische Steppe und schließlich bis zur Schwellenfestung zurückgetrieben, die bis zum heutigen Tage das pochende Herz der Weltenwunde ist. Im Jahr 4630 erklärte die Kirche von Iomedae den Ersten Kreuzzug für beendet, nachdem sich die Dämonen jenseits der Nordhügel von Sarkoris zurückgezogen hatten und die Grenzen als sicher galten. Aber leider war das in den Augen der wackeren Befreier letzte Kapitel eines siegreichen Feldzuges nur der Auftakt einer Tragödie, die sich heute vor unser aller Augen entfaltet. Vor zwei Jahren brach eine Woge von Dämonen aus den Nordhügeln über die Ebenen der Kelliden herein. Die Festungen, die gerade noch Mendevs Grenzen geschützte hatten, wurden von dieser unaufhaltsamen Flut fortgewaschen. Zwar wurde sofort der Zweite Kreuzzug ausgerufen, aber es war zu spät. Der Ursprung der Verderbnis, die Weltenwunde, öffnete ihren grässlichen Schlund noch weiter, um nicht nur versprengte Horden, sondern regelrechte, von monströsen Generälen befehligte, Armeen auszuspeien. Der zweite Kreuzzug geht weiter, aber die Moral der Verteidiger Golarions ist auf ihrem Tiefpunkt angelangt. Weder die Kirche von Iomedae, noch die tapferen Kreuzfahrer haben die Macht, die Dämonen zu bezwingen, die Sarkoris nun überrennen. Es wird keine Wende in diesem Krieg geben. Wir können nichts weiter tun, als an den Grenzen von Mendev, das sich den Horden des Abyss noch nicht gebeugt hat, auf den Tod zu warten und zu den Göttern zu beten, dass die Weltenwunde sich nicht erneut ausdehnt, um neue Schrecken in unsere Welt zu schleudern."

"Eine Chronik des Scheiterns", Anonymus, 4640 — Gegenstände — Pathfinder: WotR Database