Tagebuch des Monsterjägers
Note · 40 GM · Gewicht 2
Von dem in Haut gebundenen Tagebuch ist nicht mehr viel übrig. Der Einband ist zerfleddert und die Hälfte der Seiten fehlt. Einige leere Seiten am Ende des Tagebuchs haben ebenso überlebt, wie die letzten Einträge seines unbekannten Besitzers. "Nachdem ich die Umgebung viele Tage lang erkundet und die Spuren an den entweihten Schreinen studiert hatte, stieß ich endlich auf die Fährte des Schänders. Meine schlimmsten Befürchtungen wurden bestätigt: der Kultistenzirkel wurde von einem Demodanden angeführt, einer Kreatur aus den Eingeweiden des Abyss. Die Kleriker, deren Tempel bei den Angriffen verwüstet worden waren, wussten sich keinen Rat: Welche Verbindung bestand zwischen ihnen? Was haben die Schreine von Iomedae, Gorum und Torag gemein? Die Antwort war recht einfach: Demodanden hassen alle Götter in gleichem Maße und trachten danach, jeden einzelnen Schrein zu zerstören, auf den sie stoßen. Leider arbeiten Demodanden nicht immer alleine. Das Exemplar, dem ich auf der Spur war, hatte einen kleinen Zirkel verkommener und geistig umnachteter Gestalten um sich geschart. Wie sonst sollte man Leute beschreiben, die sich bereiterklären, den widerlichen Lehren dieser Bestien zu folgen? Als Referenz: Demodanden wurden von Titanen erschaffen, die von den Göttern in den Abyss verstoßen worden waren. Der einzige Zweck von Demodanden ist der Dienst an ihren Schöpfern. Sie sind blindwütige Sklaven und Werkzeuge der Zerstörung, denen selbst der kleinste Funke jener Würde fehlt, die den Gläubigen gewährt wird, wenn sie in Kontakt zu ihren göttlichen Gönnern treten – egal, ob mit Gorum oder dem verrufenen Rovagug. Sterbliche, die diesem aus Lügen bestehenden Glauben folgen, müssen zusammen mit ihren falschen Propheten ausgemerzt werden. Deshalb haben wir, die Inquisitoren vieler Gottheiten, uns vereinigt, um derartige Monster mit vereinten Kräften zu jagen. Nachdem ich ein paar Dutzend Meilen zurückgelegt hatte, entdeckte ich das geheime Versteck der Häretiker: eine in den Tiefen des Waldes gelegene, feuchte Höhle. Morgen bei Sonnenaufgang werde ich mich in die Höhle wagen, um die unterirdischen Gänge zu studieren und eine Karte für eine zukünftige Razzia anzufertigen. Man darf Demodanden und ihre Schergen niemals unterschätzen. Ich habe nicht vor, sie alleine anzugreifen. Aber ich kann das Ziel unseres bevorstehenden Angriffs wenigstens erkunden, anstatt tatenlos herumzusitzen, während meine Kameraden einen Trupp zusammenstellen und hierher marschieren. Iomedae steh mir bei."