"Die Legende der magischen Knochen: Religiöse Vorstellungen der Riesen im alten Sarkoris"

Note · 55 GM · Gewicht 2

"Magier aller Zeitalter haben ihre arkanen Fähigkeit mit denselben Mitteln erworben ... durch die jahrelange Lektüre von Büchern, akribische Laborarbeit und das Studium der Geheimnisse der Schöpfung unter den wachsamen Augen gewissenhafter Mentoren. Gleichzeit sind die Ursprünge der Kräfte von Hexenmeistern ungemein vielfältig und können durch einen extraplanaren Ahnherrn ebenso gewährt werden, wie durch eine Vereinigung himmlischer Körper. Es gibt nur ein einziges gemeinsames Merkmal: Alle Hexenmeister verfügen über gänzlich unverdiente Kräfte, da sie keinen Finger gerührt haben, um ihre arkane Macht zu erlangen. Natürlich sind sie ausgesprochen stolz auf ihre Fähigkeit und betrachten sie als Geschenk einer höheren Macht oder als Zeichen, auserwählt worden zu sein. Diese Betrachtungsweise ist vor allem in Barbarenkulturen vorherrschend. Das beste Beispiel hierfür sind Riesen. Trotz des enormen Gewichts ihrer riesigen Gehirne hassen diese Kreaturen jegliche Form von Gelehrtheit und respektieren allein eine angeborene magische Begabung, die sie mittels ihres Aberglaubens erklären. Ich wurde in diesem Zusammenhang auf eine Legende der Frostriesen aus dem alten Sarkoris aufmerksam ... den überlieferten Glauben an magische Knochen. Es ist unmöglich, die Legende in allen Details wiederzugeben, da die Stämme der Frostriesen nach der Dämoneninvasion ausgelöscht oder von den Ascheriesen verdrängt wurden. Heute erinnern nur noch die Ruinen ihrer Tempel und Behausungen im Inneren der Weltenwunde an sie. Den verbliebenen Statuen und Flachreliefen nach zu urteilen, glaubten diese Stämme an eine göttliche Wesenheit, die ermordet oder geopfert worden war. Ihre Knochen gingen auf die sterblichen Riesen über und gewährten diesen Macht über Eis und Kälte. Der Legende nach verlässt der Knochen den Körper seines Besitzers bei dessen Tod und sucht sich einen neuen Wirt, der dadurch zu einem Hexenmeister wird. Zauberkundige, die als Träger dieser Knochen galten, stiegen nicht selten zu Häuptlingen auf, die mitunter mehrere Familien zu größeren Clans zusammenschlossen, um die Effizienz ihrer Beutezüge zu steigern ..."

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